ACCEPT ART – Kunsttherapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) für Menschen mit Fluchterfahrung

Menschen mit Fluchterfahrung sind häufig extremen Belastungen ausgesetzt, die zu posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Belastungen führen können. Klassische psychotherapeutische Modelle sind jedoch stark in westlichen Konzepten von Medizin und Psyche verankert und berücksichtigen häufig nicht die vielfältigen kulturellen Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und Heilung. In der Praxis zeigt sich, dass damit oftmals weder sprachliche Barrieren noch kulturspezifische Zugänge zu seelischem Erleben ausreichend adressiert werden – was den Zugang zu bestehenden therapeutischen Angeboten erschwert.

Das Dissertationsprojekt ACCEPT ART untersucht, inwiefern eine Kombination aus Kunsttherapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie

(ACT) einen kultursensiblen und wirksamen Ansatz zur Stressreduktion und Förderung psychischer Flexibilität für geflüchtete Erwachsene darstellen kann.

In zehn Gruppensitzungen werden kunsttherapeutische Interventionen mit ACT-basierten Methoden verknüpft. Ziel ist es, den Teilnehmenden zu ermöglichen, schwierige Gedanken und Gefühle besser zu akzeptieren, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und neue Handlungsräume auf Basis persönlicher Werte zu erschließen. Die künstlerische Gestaltung schafft dabei einen sprachübergreifenden, niedrigschwelligen Ausdrucksraum, der kulturelle Vielfalt berücksichtigt und therapeutische Prozesse auf einer nonverbalen Ebene unterstützt.

Das Projekt ist als klinische Studie angelegt, die mit einem Mixed-Methods-Design arbeitet: Quantitative Erhebungen (u. a. zur posttraumatischen Belastung, Depression, Angstsymptomatik und psychischer Flexibilität) werden durch qualitative Interviews ergänzt.

Diese Interviews werden mit den begleitenden Psycholog:innen oder Sozialarbeiter:innen geführt, um eine zusätzliche Fremdperspektive auf die Erfahrungen der Teilnehmenden zu gewinnen.

Kooperationspartner sind psychosoziale Zentren und Institutionen in Essen und im Rheinland, die eng mit der Zielgruppe arbeiten.

Projektleitung:
Christina Vedar (christina.vedar@stud.uni-due.de)
PD Dr. Susann Kobus (susann.kobus@uk-essen.de)

 

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Mit ACCEPT ART wird ein innovativer Ansatz im Schnittfeld von Psychotherapie, Kunsttherapie und Migrationsforschung entwickelt, der sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit liefert als auch praxisrelevante Perspektiven für die psychosoziale Versorgung Geflüchteter eröffnet.

Damit das Projekt nachhaltig umgesetzt werden kann, benötigt es weiterhin finanzielle Unterstützung, insbesondere zur Realisierung der Gruppensitzungen und zur Finanzierung der Honorare für die beteiligten Kunsttherapeut:innen. Im Namen des Zentrums für Künstlerische Therapien (ZFKT), einer Initiative der Stiftung Universitätsmedizin, danken wir Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Kontoinhaber: Stiftung Universitätsmedizin Essen
IBAN: DE 09 3702 0500 0500 0500 05
BIC: BFSWDE33
Verwendungszweck: Kunsttherapie mit Geflüchteten
Bank für Sozialwirtschaft

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